Usá la basura startet in den Deutschen Schulen in Córdoba und Villa General Belgrano

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Usá la basura startet in den Deutschen Schulen in Córdoba und Villa General Belgrano

“Usá la basura! – Nutze den Müll!”  Unter diesem Motto läuft das deutsch-argentinische Umweltbildungsprogramm der Fundación Manos Verdes, das 2009 in deutschen und argentischen Schulen der Stadt und des Großraum Buenos Aires läuft. Dank der Unterstützung von ALLIANZ als Sponsor konnte in der letzten Februarwoche das Programm „Usá la basura“ nun auch in den Deutschen Schulen in Córdoba und in Villa General Belgrano  starten.

Den Auftakt machte die deutsche Schule in Córdoba. Über 90 Lehrer und verantwortliche Direktoren, sowie Vertreter aus dem Bereich Administration und Instandhaltung nahmen am Seminar teil. Hier wurde den Lehrern und Lehrerinnen nicht nur dargestellt, wie man Schülern Wissen anschaulich und praktisch vermittelt, sondern auch Impulse für einen nachhaltigen Lebensstil gibt. Ziel des Programms ist es, dass die gesamte Schule miteinbezogen wird. Auch für Kindergartenkinder ist es immer wieder spannend, die verschiedenen Abfallstoffe kennenzulernen und mit Hilfe einer digitalen Handwaage zu wiegen. Marta Lüdicke, Lehrerin und Initiatorin des Umweltprojektes im Kindergarten der Goethe-Schule, San Isidro, stellte ihre Erfahrungen vor: „Die Kinder lernen durch das Wiegen der Abfallstoffe zwei Themen kennen: sie lernen die Zahlen zu lesen und gleichzeitig verstehen sie, wie man welche Abfallsorten trennt und warum zum Beispiel Papier mehr wiegt als Plastik, aber weniger Platz (Volumen) benötigt.“ In Gruppenarbeiten mit den Teilnehmern entstanden tolle Ideen, wie Kindern nicht nur ein saubereres, sondern auch ein im Bezug auf Ernährung gesünderes Umfeld geboten werden kann. So wurde zum Beispiel seitens der Lehrer verstärkt angeregt, dass Schüler und Kindergartenkinder in Zukunft eine „Merienda saludable“, also einen gesunden Mittagssnack, mitbringen sollen, der nicht nur gesünder ist, sondern auch viel weniger Müll produziert.

Inwiefern die Belastung und Verschmutzung der Umwelt sich auch auf die Lebensqualität der Einwohner auswirkt, zeigten auch die aktuellen Ereignisse, die die Wetterverhältnisse vergangene Woche hervorgerufen haben. Einer der Ursachen für die drastischen Überschwemmungen in Córdoba und Villa General Belgrano ist die Verstopfung der Kanalisation durch Abfälle. Am zweiten Seminartag musste der Weg zur Deutschen Schule Córdoba dank der starken Regefälle fast „schwimmend“ zurückgelegt werden, dank der von Volkswagen bereitgestellten Amarok, stellte das allerdings kein Problem für das Team von Manos Verdes dar und auch der Weg am Nachmittag nach Villa General Belgrano war gut zu bewältigen.

In Villa General Belgrano nahm ebenfalls der Verantwortliche für den Bereich Umwelt aus der Gemeinde, Gerhard Seyfarth am zweiten Seminartag teil und informierte in diesem Rahmen alle Anwesenden über die Mülltrennungskampagne der Gemeinde in die zwei Kategorien „trockene“ und „feuchte“ Abfälle. Er erklärte auch warum manche Versuche der Gemeinde in der Vergangenheit die lokale Mülltrennung einzuführen scheiterten, die Schlussfolgerungen daraus und wie das gesamte Abfallmanagement seit der Einführung im Oktober funktioniert. Er befürwortete sehr die Unterstützung durch die lokalen Schulen, um mehr und mehr Bürger von der Kampagne zu informieren und zu überzeugen daran teilzunehmen.

Laut dem Leiter der Deutschen Schule Villa General Belgrano, Prof. Alberto Cappellini ist die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Gemeinde ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Aktivität und begrüßte die Anwesenheit des Verantwortlichen der Gemeinde von Villa General Belgrano: „Nur wenn wir mit der Gemeinde zusammenarbeiten und wissen wie der Transport und die Weiterverarbeitung der Abfälle außerhalb der Schule funktioniert, dann können wir auch die Eltern informieren und entsprechend das gesamte Umfeld mobilisieren um die Kampagne zu unterstützen, damit Mülltrennung in den ganz normalen Alltag integriert wird. Denn jeder einzelne von uns kann einen Teil zu einer saubereren und gesünderen Umwelt beitragen. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft.“

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