Die Stiftung Manos Verdes bekommt für ihr Umweltbildungsprogramm “Usá la basura”  den silbernen Besen  (Escoba de Plata) in Argentinien.

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Alfredo Wodtke, Tomás Fleischer, Verena Boehme

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Die Stiftung Manos Verdes bekommt für ihr Umweltbildungsprogramm “Usá la basura” den silbernen Besen (Escoba de Plata) in Argentinien.

Alfredo Wodtke, Tomás Fleischer, Verena Boehme

Alfredo Wodtke, Tomás Fleischer, Verena Boehme

Buenos Aires, 17 Juni 2013 Der Abfallverband ARS – Asociación Residuos Sólidos in Buenos Aires gemeinsam mit der Universität ISALUD haben im vergangenen Montag die Prämien der 6. Ausgabe des Wettbewerbs “Escobas de Plata, Oro y Platino 2013” überreicht. Dieses Jahr war die Fundación Manos Verdes unter den Preisträgern. Die gemeinnützig anerkannte Stiftung mit Sitz in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gewann die Auszeichnung „Silberner Besen“ (Escoba de Plata) für “Usá la basura“ (Nutze den Müll) ein Programm für Umweltbildung, Müllvermeidung und –trennung an Schulen in Argentinien. Das Programm „Usá la basura“ wurde 2009 in Buenos Aires als ein Gemeinschaftsprojekt mit Studenten der Hochschule Augsburg und der Augsburgerin Verena Böhme, heute Leiterin der Stiftung Manos Verdes, initiiert und wird unterstützt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt, des Bifa-Umweltinstituts, des Lateinamerika Vereins, des argentinischen Sekretariats für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, der Deutschen Botschaft in Buenos Aires sowie der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer.

Der jährliche Wettbewerb der Organisationen ARS /ISWA fand erstmals 1987 in Spanien statt, wo er durch die EU-Regierung einberufen und vom Internationalen Abfallverband (ISWA) organisiert wurde. Er bewertet auf nationaler Ebene Projekte und Konzepte, die sich um eine Verbesserung und Einrichtung einer integrierten Verwertung von Abfällen und der städtischen Reinigung bemühen. So werden Organisationen auf kommunaler, provinzieller, wie unternehmerischer Ebene ausgezeichnet, ebenso wie gemeinnützige Organisationen. Besonders hoch bewertet werden die Initiativen, die den technologischen Fortschritt und das Bewusstsein einer effizienten Verwaltung der Abfälle fördert, da diese zur Verbesserung der Lebensqualität und der Nachhaltigkeit in Städten und Industrien beiträgt.

Die Stiftung Manos Verdes wurde in der  Kategorie E für gemeinnützige Organisationen innerhalb der Zivilgesellschaft ausgezeichnet für das Programm “Usá la basura”. Ziel des Programms ist die Generierung von mehr Umweltbewusstsein an den Schulen und die praktische Einführung eines nachhaltigen Systems für Müllreduzierung und –trennung. Dieses System wird vom Team der Stiftung Manos Verdes gemeinsam mit den Schülern und Lehrern entwickelt und individuell an den Schullalltag angepasst integriert. Da es in Argentinien noch nicht wie in Deutschland ein landesweit geregeltes Verwertungssystem für Abfälle gibt, organisiert das Team von Manos Verdes ebenso die Abholung der verwertbaren Abfälle wie Papier und Plastik durch „Cartoneros“, lokale Kooperativen oder Unternehmen.

Ziel des Programms ist es alle Schulakteure, aber insbesondere die Kinder und Jugendlichen nach dem internationalen Prinzip der 3R – Reduce, Reuse, Recycle für die Themen Abfallgenerierung und der Verwertung von Abfällen zu sensibilisieren. Das beinhaltet die mögliche Reduzierung der Abfälle durch einen verantwortlichen Konsum so wie auch zu erlernen, wie die verschiedenen Abfälle korrekt getrennt werden sollen, um die spätere Wiederverwertung zu ermöglichen. Das Programm “Usá la basura” wird vom Team der Stiftung Manos Verdes in den teilnehmenden Schulen als institutionelles Projekt im Rahmen des regulären Unterrichts und unter Einbeziehung aller unterschiedlichen Altersklassen – vom Kindergarten über die Grundschule bis hin zur Sekundarstufe durchgeführt. In 2009 zunächst als Pilotprojekt in fünf privaten und öffentlichen Schulen  eingeführt, darunter die deutsche Pestalozzi Schule in Belgrano, Buenos Aires, erzielte das Projekt schnell großen Erfolg und wurde 2011 in Zusammenarbeit mit der AGDS – Arbeitsgemeinschaft deutscher Schulen in Buenos Aires in 10 weiteren Schulen des Großraums Buenos Aires eingeführt. Heute nehmen 23 Schulen aus 10 verschiedenen Gemeinden des Großraums Buenos Aires teil, darunter die Hauptstadt Buenos Aires selbst, die Gemeinden San Isidro, Vicente López, Temperley und Hurlingham.

Die Auszeichnungen wurden von Ricardo Rollandi, Vorstand des ARS und Dr. Atilio Savino, Präsident des ARS an die anwesenden Preisträger aus ganz Argentinien vergeben. Von Seiten der  Stiftung Manos Verdes nahmen Verena Böhme (Geschäftsführerin) und Tomás Fleischer (Prof. in Umweltwissenschaften) den Preis entgegen. Anwesend waren auch Alfredo Wodtke (Mitglied des Vorstands der Stiftung Manos Verdes) sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiter Heidi Wurm aus Deutschland und Douglass Roman, USA.

“Diese Auszeichnung zu erhalten ist für uns und das Programm Usá la basura eine große Ehre”, so Verena Böhme. “Wir danken all den teilnehmenden Institutionen, die mit uns arbeiten und mit großem Eifer das Programm durchführen, sowie auch unseren Sponsoren der SIEMENS Stiftung, ALLIANZ Argentinien und HENKEL Argentinien, die uns nicht nur finanziell unterstützen sondern gleichzeitig die Prinzipien des Programms „Usá la basura“ in ihren eigenen Organisation anwenden.”

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